Strippingverfahren
Die offene Crossektomie galt über 100 Jahre lang als Goldstandard der Phlebologie und wird von allen Krankenkassen bezahlt. Je nach Lage der zu behandelnden Vene wird dazu ein Schnitt in der Leisten- oder Kniebeuge angesetzt. Dabei sucht man die sogenannte Crosse, die Kreuzungsstelle zwischen oberflächlichen und tiefen Venen. Die oberflächliche Vene wird dann möglichst knapp an der Einmündung zur tiefen Vene unterbunden, abgetrennt und herausgerissen. Da die Beine über mehrere Wochen gewickelt werden müssen, ist die Behandlung nur in den Wintermonaten zu empfehlen. Zudem kann es dabei zu Blutergüssen, Infekten, sensiblen Nervenschädigungen oder Thrombosen kommen.
Endoluminale Verfahren
Bei endoluminalen Verfahren wird die Krampfaderwand von innen durch Energieabgabe an die Gefäßwand geschädigt, woraufhin sich die Krampfader verschließt. Ziel ist dabei ein Abbau der behandelten Vene durch den Körper. Die Energie kann mit Hilfe von Laser (endovenöse Laserablation, ELVT) oder Dampf (endovenöse Dampfablation, EVSA) eingebracht werden.
Die endovenöse Laserablation (ELVT) ist vom Ablauf her vergleichbar mit der Radiofrequenztherapie. Für die ELVT werden unterschiedliche Laser mit Wellenlängen von 810 bis 1470 nm verwendet. Dabei kommt es zu Temperaturen von bis zu 700 °C. Bei der endovenösen Dampfablation (EVSA) wird der Verschluss der Vene mit Dampf herbeigeführt. Ein Katheter gibt den Dampf dabei mit Temperaturen von bis zu 120 °C in zwei Richtungen ab.
